DerKultur.blog - Robin Reitsma
auf einen Kaffee mit

Kaffeehausgespräche – mit Robin Reitsma

Frühaufsteher oder Morgenmuffel?
Definitiv ein Morgenmuffel.

Kaffee oder Tee? Wie sieht die erste Stunde deines Tages aus?
Kaffee mit laktosefreier Milch all the way! 

Ich versuche aufzustehen, wenn mein Wecker mich ruft, aber das dauert leider meistens eine halbe Stunde. Dann putze ich meine Zähne und esse irgendwas mit meiner Freundin bei einer Tasse Kaffee.

Auf was dürfen sich die Zuschauer bei „Bat out of Hell“ freuen? 
Rock and Roll, wahnsinnig viel Energie auf der Bühne, tolle Musik, ein phänomenales Bühnenbild und die besten Darsteller und Tänzer in Deutschland.

BAT OUT OF HELL - DerKultur.blog

Was ist das Besondere an der Rolle von Strat?
Ich kann legendäre Meat-Loaf-Lieder singen und bizarre Dinge auf der Bühne tun, die ich sonst nirgendwo tun kann.

 

 

Bat out of Hell - DerKultur.blogDeine Lieblingsszene / Lieblingssong bei dem Stück?
Ich will keine Spoiler geben, aber meine Lieblingsszene ist eine ziemlich dramatische. Es geht um die Szene mit Tom van der Ven (Tink) im zweiten Akt, in der alle auf der Bühne stehen, aber wir alle an Tinks Lippen hängen. Diese Szene ruft jede Nacht eine andere Emotion hervor, aber sie berührt mich immer wieder.

Mein Lieblingslied, das ich selbst singe ist „Bat Out Of Hell“ zusammen mit der wahnsinnig guten Sarah Kornfeld (Raven), auch wegen allem, was um mich herum auf der Bühne passiert. Aber mein Lieblingslied in der Show insgesamt ist „Wo tut mir der Schmerz am meisten weh“, gesungen von Alex Melcher (Falco) und Franziska Schuster (Sloane).

Bat out of Hell - DerKultur.blogViele Zuschauer würden ja gerne lieber die Songs auf englisch hören, was ist deine Meinung dazu?
Ich denke, es ist eine tolle Lösung, dass wir in der Show zwischen Deutsch und Englisch wechseln. Das hält die Besucher mit den deutschen Texten auf dem Laufenden, gibt ihnen aber einen Moment des Wiedererkennens, wenn wir Sätze auf Englisch singen. Meiner Meinung nach gibt dies dem Publikum das Beste aus beiden Welten.

Was würdest du bei dem Stück ändern?
Nichts.

Was hörst du sonst für Musik?
Jazz, Filmmusik und eigentlich Natursounds. Es klingt vielleicht komisch für jemanden, der im Theater arbeitet, aber sonst liebe ich meine Ruhe.

Wirst du auch im Alltagsleben öfter angesprochen „Hey du bist doch der Strat aus dem Musical?“
Nicht oft, aber manchmal passiert es, dass Leute im CentrO (das Einkaufszentrum um der Ecke vom Metronom Theater) mich erkennen.

Gibt es eine Rolle die du unbedingt mal übernehmen möchtest?
So viele Rollen. Aber für mein Alter jetzt möchte ich unbedingt Marius Pontmercy spielen in Les Miserables, oder Evan Hansen in Dear Evan Hansen und Sky in Mamma Mia. Aber Herbert in Tanz der Vampire ist auch eine tolle Herausforderung.

Ist Social Media für dich eher Fluch oder Segen?
„Flegen“ 😉 Für meinem Job ist es wirklich ein Segen, weil ich so vielen Kollegen folgen kann, die in anderen Städten arbeiten. Aber heute sind wir leider alle so abhängig von Social Media, dass wir die Welt um uns herum oft vergessen. Freunde und Familie. Wie oft sehe ich Leute, die ein romantisches Abendessen zusammen einnehmen, aber dann die meiste Zeit an ihrem Handy sitzen? Ich persönlich finde das ziemlich traurig, und leider sind wir alle ab und zu dafür verantwortlich.

Auf was bist du besonders stolz?
Im Moment bin ich sehr stolz auf das gesamte Team von „Bat Out Of Hell“. Die Crew, die es uns als Besetzung ermöglicht, jeden Tag die Bühne zu rocken. Das Kreativteam unter der Leitung von Regisseur Jay Scheib und Musical Supervisor und Arrangeur Michael Reed, der uns so viel beigebracht hat, uns aber auch das Vertrauen gab, eine eigene Version dieser bizarren Show zu kreieren. Und natürlich die unglaublich talentierte Besetzung, die es mir erlaubt, jeden Tag auf die Bühne zu springen. Wirklich eine Ehre.

Wenn ich darüber nachdenke, bin ich persönlich sehr stolz auf das, was ich in den letzten drei Jahren erreicht habe. Vor drei Jahren arbeitete ich in der Finanzabteilung eines Krankenhauses. Dann machte ich mit gebeugten Knien einen Sprung in die Dunkelheit und riskierte ohne jede Ausbildung, in meiner Heimat ins Theater zu gehen, was zu meinem musikalischen Debüt in Deutschland in „Bat Out Of Hell“ führte. Das ist das Aufregendste, was ich je getan habe, aber es ist auch die beste Wahl, die ich je getroffen habe. Ich erlebe dieses Abenteuer immer noch als einen Traum, aber sicherlich einen Traum, aus dem ich nicht aufwachen will.

Gibt es etwas, was du dir in letzter Zeit gegönnt hast?
Ein toller Urlaub in Amerika. Broadway, Central Park, Disneyworld und Universal Studios standen ziemlich oben auf meiner Liste und das ist es, was ich letzten Monat getan habe.

Wie entspannst du?
Musik hören, Bücher lesen und an meinem eigenen Buch arbeiten. Ich versuche, ein Fantasy-Buch zu schreiben, aber mit meinem Tagesablauf ist das eine ziemliche Aufgabe. Es bringt mir viel Ruhe, denn ich kann ganz in eine andere Welt eintauchen, die ich nach meiner eigenen Wahrheit ausfüllen kann. Ich puzzle auch gerne mit meiner Freundin und wir versuchen, uns so oft wie möglich mit Freunden zu treffen.

Welche Frage würdest du dir selber gerne stellen und beantworten?
Ich möchte mich fragen, wohin mich mein musikalisches Abenteuer in Zukunft führen wird, aber im Moment kann ich keine Antwort auf diese Frage geben. Eine Sache, die ich mit Sicherheit weiß: Ich liebe es, weiterhin in den deutschsprachigen Theatern zu spielen.

THE BAND - DAS MUSICAL - derkultur.blogWir trafen Robin bei der Premiere von
The Band – Das Musical in Berlin
v.l. Carolin (DerKultur.blog) Judith Caspari (Anastasia), Robin Reitsma, Werner (DerKultur.blog) und Nienke Latten (Aladdin – Interview folgt)

4 Gedanken zu „Kaffeehausgespräche – mit Robin Reitsma“

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