Kaffeehausgespräche

Kaffeehausgespräche – Ecco Meineke

Foto: Kate Flaccus

Hallo , ich bin Ecco Meineke, ich lebe und arbeite in München  als Künstler in den verschiedensten Genres. 
Auf der Bühne,  als Texter, als Komponist, Salsa-Tänzer, Galerist … ähm wieviel Zeit habe ich?

Frühaufsteher oder Morgenmuffel? 
Ich stehe früh auf, um im Bett zu frühstücken

Kaffee oder Tee? 
Morgens Kaffee, abends Tee

Du bist ja im positiven Sinne eine Rampensau, Kabarettist, Sänger, Autor, Schauspieler, Regisseur, 
Bühnen-und Songwriting-Coach. Haben wir was vergessen 🙂 In welcher Rolle siehst du dich am liebsten und warum? 

Am liebsten sehe ich mich in der Rolle des total freien Künstlers, der jede Idee und sei sie noch so grössenwahnsinnig, sofort in die Wege leitet. Hätte ich ein bevorzugtes Genre, wäre ich nicht in so vielen unterwegs. Sobald ich als Jazzsänger oder als Kabarettist, als Soulshouter oder Chansonnier, als Folk-Singersongwriter oder Klezmer-Musiker auf der Bühne stehe, bin ich in der Welt, die dazugehört.

Wolltest du schon immer auf der Bühne stehen oder gab es auch einen Plan B?
In der Tat hatte ich schon als kleiner Junge eine grosse Liebe zu Shows oder zu Menschen, die mehr Fantasie und Leben in den Alltags-Trott bringen. Mit 15 allerdings war ich noch voll auf dem Archäologen-Trip, mit 22 dachte ich als Germanistik-Student daran, ins Verlagswesen zu gehen.

2019 hast du die Neufassung von „Der Watzmann ruft“ auf die Bühne im Deutschen Theater München gebracht. Wie kam es zu dieser Idee? Und gibt es ein Wiedersehen?  
Nun, zunächst hatte mich die österreichische Originaltruppe, die in München gastieren wollte, 
um eine Auffrischkur gebeten, um Pointen, die nur in Bayern funktionieren, einzubauen.
Für die folgende komplette Neuinszenierung durfte ich dann das ganze Stück modernisieren.
Corona hat natürlich einen Strich durch alle Pläne gemacht, aber die Lust auf eine Wiederaufnahme ist riesengroß.

Foto: Ferdinand Zahn

Wie glaubst du, geht es mit den Theatern und der Veranstaltungsbranche weiter, in dieser 
doch kulturunfreundlichen Zeit? 

In absehbarer Zeit sollte großzügig subventioniert werden, ich selbst bin zudem ein Anhänger des bedingungslosen Grundeinkommens. Nur so kann aus einer verängstigten und unterbezahlten Gesellschaft etwas Mutiges und Zukunftweisendes werden. Abgesehen davon ist Kultur ein starker Wirtschaftszweig, der sträflich vernachlässigt wurde.

Momentan kommt man ja nur noch durch Online-Streaming unter die Leute, kann man damit Geld verdienen? 
Ja, das kann man eventuell, ich denke aber, die Jugend ist noch eher bereit Kultur im Netz zu nutzen, wer mit Livekultur aufgewachsen ist, hat verständlicherweise eher Probleme damit, manchmal zum Teil auch schon technisch.

2010 hast du mit „DerTagesEcco“ einen Nachrichten-Blog gestartet, der jetzt wiedererweckt wurde, auf was können wir uns da freuen? 
Den „tagesecco“ gibt es jetzt seit 20. Februar auf Twitter, Instagram und Facebook, ich häng mich da täglich eine Stunde rein, um das Statement des Tages zu ersinnen. Das hat jetzt auch schon eine ansehnliche Fanbase und wenn man´s abonniert, kommt der „tagesecco“ frei Haus.

Zu welcher Uhrzeit bist du am kreativsten? 
Eigentlich immer, wenn´s drauf ankommt: Nachts. Alle meine Theaterstücke, Kabarettprogramme und Konzept-Alben habe ich in Nachtschichten geschrieben.

Welche Projekte stehen bei dir aktuell oder in Zukunft an? 
Mit meinem Pianisten Andy Lutter arbeite ich an neuen Chansons, für ein Soul-Album gibt es auch schon drei fertige Songs, kabarettmässig werde ich bald einen Videoblog machen, eine Art „monatsecco“ und ich arbeite fleissig an einem Kinder-Musical, das im Sommer 2022 in Warschau aufgeführt werden soll. Die nächste Vernissage in meiner „GaGalerie“ ist – HOFFENTLICH – am 15. April.
Schauen wir, dass wir gemeinsam die Inzidenz runterbringen!!!

Bist du ein Streaming-Fan? Welche Serie hat dich begeistert? 
Allerdings, momentan sehen wir „LUPIN“, ein grosses Vergnügen, hervorragend war „Pose“, sehr unterhaltsam „Velvet“, auch politisch interessant: „Charite“ und ganz grosser Spass „Lucifer“

Bei was bleibst du im TV beim Durchzappen hängen? 
Zwei Dinge: Nachrichten-Magazine und arte-Dokus.

Womit kann man dich kulinarisch glücklich machen? 
Kost, die nicht im Magen liegt, nicht übermässig sauer oder salzig oder scharf ist.
Viel Gemüse und ein obligatorischer Nachtisch.

Bitte vervollständige die folgenden Sätze:  
Social Media ist für mich … eine unvermeidliche Hassliebe
Mein kleiner Beitrag zum Klimaschutz ist … kein Auto

Gibt es etwas was du gar nicht kannst, aber gerne können würdest?  
Ich wäre gern schwindelfrei

Was hast du dir in letzter Zeit gegönnt?
Rollerblades

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freunde beschreiben? 
Zerstreut, hilfsbereit, kunstbesessen

Welche Frage wird dir selten oder nie gestellt, die du aber gerne mal beantworten möchtest? 
Wo lebt und was frisst der ägyptische Aasgeier?

Weiterführende Links:
www.eccoland.de

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