Veranstaltungs-Tipps

DOK.fest München @home 2021

Das Festival bringt 131 Filme aus 43 Ländern zu den Zuschauer.innen nach Hause. 

Insgesamt werden beim DOK.fest München @home 90 Premieren präsentiert, darunter 28 Weltpremieren.

Mit einer Deutschlandpremiere eröffnet das Festival am 5. Mai 2021: In HINTER DEN SCHLAGZEILEN begleitet Regisseur Daniel Sager zwei Reporter des Ressorts „Investigative Recherche“ der Süddeutschen Zeitung, Frederik Obermaier und Bastian Obermayer. Hautnah erleben die Zuschauer.innen, wie die „Ibiza-Affäre“ enthüllt und europäische Geschichte geschrieben wird. „Ein wichtiger Film“, sagt Festivalleiter Daniel Sponsel, „der mit starken Protagonisten, Spannung und filmischem Handwerk auf höchstem Niveau glänzt und uns dabei die hohe Bedeutsamkeit von seriösem Journalismus in Zeiten von Populismus, Fake News und Social Media aufzeigt.“ Im Rahmen der Online-Eröffnungsfeier spricht Moderatorin Christina Wolf mit Regisseur Daniel Sager und den beiden preisgekrönten Journalisten über den Film, seine Entstehung und die Ibiza-Affäre. Gedreht wird die Eröffnungsfeier im (leeren) Deutschen Theater, per Video werden die Bayerische Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zugeschaltet.

In den kommenden zweieinhalb Wochen versammeln dann die drei Hauptwettbewerbe – DOK.international, DOK.deutsch und DOK.horizonte – Höhepunkte internationalen Filmschaffens. Insgesamt werden 16 Preise verliehen mit einem Gesamtwert von 64.000 Euro. Darunter sind zwei neue Preise: Für den mit 5.000 Euro dotierten DOK.edit Award – presented by Adobe sind drei Festival-Filme mit herausragender Montage und Erzählform nominiert. Der DOK.series Award widmet sich seriellen dokumentarischen Formaten und greift somit einen hochaktuellen Trend des Erzählens auf.

Gastland ist in diesem Jahr Kanada: Sieben Dokumentarfilme erzählen von einem Land, das von inneren Widersprüchen und Spannungen geprägt ist, aber auch von einer starken Dynamik und dem Traum von Freiheit. In THERE’S NO PLACE LIKE THIS PLACE, ANYPLACE kämpfen Bewohner.innen mit den Folgen der Gentrifizierung. In THE SILENCE brechen Männer aus dem frankophonen New Brunswick nach Jahrzehnten ihr Schweigen und berichten davon, wie sie von katholischen Priestern missbraucht wurden. Eine VR-Ausstellung, die in Kooperation mit dem Partnerland und der Pinakothek der Moderne geplant war, wurde auf 2022 verlegt.

Festivalleiter Daniel Sponsel

Festivalleiter Daniel Sponsel: „Unser Team hat bis Ende März mit großem Engagement und hohem Aufwand an einer dualen Edition gearbeitet. Es kam alles anders, die Pandemie-Situation macht es unmöglich, in den Kinos zu spielen. Nun bringen wir unser Programm zum zweiten Mal zu unseren Zuschauer.innen nach Hause auf die digitale Leinwand und wir freuen uns, ihnen auch in diesem Jahr ein besonderes Festival-Erlebnis zu ermöglichen mit großartigen, wichtigen Filmen. Ich bin kürzlich in einem Interview gefragt worden, ob schlechte Zeiten besonders gute Zeiten für den Dokumentarfilm sind. Aber die Voraussetzungen und die Notwendigkeit, relevante Dokumentarfilme zu zeigen, sind immer gegeben. Die demokratischen Grundwerte sind in Gefahr wie seit Jahrzehnten nicht mehr, auch in unserem Land. Viele unserer diesjährigen Filme greifen das auf, nicht zuletzt der Eröffnungsfilm HINTER DEN SCHLAGZEILEN. Und alle Filme bieten den Zuschauer.innen Einblicke in Welten, die ihnen ansonsten verschlossen bleiben würden.“

Die 131 Filme sind vom 6. Mai, 10 Uhr, bis zum 23. Mai, 24 Uhr, unter www.dokfest- muenchen.de zu sehen. Zuschauer.innen können Filme für jeweils 6 Euro (oder freiwillig 7 Euro inklusive 1 Euro Beitrag für die Partnerkinos) kaufen, diese können dann 24 Stunden lang abgerufen werden. Gezahlt werden kann mit Kreditkarte, PayPal oder Giro- und Maestro-Card. Mit einem Festivalpass für 70 Euro (inklusive 5 Euro Beitrag für die Partnerkinos) sind alle Filme abrufbar. Mit wenigen Ausnahmen sind alle Filme während des ganzen Festivalzeitraums verfügbar. Unter http://www.dokfest- muenchen.de ist einsehbar, wenn die Ticketanzahl oder die zeitliche Verfügbarkeit limitiert sind.

Zu 95 der Filme sind Gespräche mit Regisseur.innen, Produzent.innen und Protagonist.innen aus der ganzen Welt zu sehen – einige davon live: Die Zuschauer.innen können dann über eine Chat-Funktion Fragen stellen. Produziert werden die Filmgespräche aus dem prachtvollen Silbersaal des Deutschen Theaters. Alle Gespräche sind kostenfrei zu sehen unter www.dokfest-muenchen.de. Außerdem bietet das Festival Filmschaffenden und interessierten Gästen die Möglichkeit, sich über die Plattform Wonder zu vernetzen – vom 6. bis 16. Mai täglich von 19 bis 22 Uhr.

PROGRAMM 
Weitere Informationen zum Programm und Informationen zu allen Filmen des DOK.fest München 2021 @home findet ihr unter www.dokfest- muenchen.de.

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