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Rocky Horror Show – Die Mutter aller Rock’n’Roll-Musicals 

Dr. Frank’n’Furter is in the house 

Lange mussten wir auf Kulturveranstaltungen, Premierenfeiern und Rote Teppiche verzichten. Damit ist jetzt Schluss. Lasst uns mit dem einzigartigen Spirit der Rocky Horror Show das Leben feiern, die gemeinsame Energie spüren und für ein paar Stunden die Welt um uns herum vergessen.

Premiere – München 16.03.2022 

Kultstatus? Ein klares JA.
Schon oft gesehen, aber dieses Stück wird einfach nicht alt. Ein energetischer Zauber, begleitet von einer Band, die das Stück liebt, mit Gags und freizügigen Kostümen.

Bei dieser Show fällt es einem wirklich sehr schwer ruhig auf seinem Platz zu bleiben. Das Mitmachen wird aber hier auch besonders zelebriert. Also „Let’s do the Time Warp again“

Wunderbare zwei Stunden, die einen abholen und alles außen rum vergessen lassen. 
Der Sound – ok, wir saßen ziemlich weit vorne – war klasse und man konnte die Musik regelrecht fühlen.

Auch mussten wir uns erst wieder daran gewöhnen, dass vor und neben uns jemand sitzt, ganz ohne großen Abstand.


Das Münchner Publikum bedankte sich mit minutenlangen Standing Ovationen und wollte die Cast gar nicht von der Bühne lassen.  Die Band gab als Dank noch eine akustische Zugabe. 

So euphorisch von seinem Publikum gefeiert und miterlebt wie die Rocky Horror Show wird kein anderes Musical der Theatergeschichte. Gleiches gilt für THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW, seine legendäre Verfilmung, die vor 45 Jahren in die Kinos kam. Sobald die witzige, schrille Story um das junge, biedere Paar Brad Majors und Janet Weiss und den diabolischen Außerirdischen Dr. Frank’n’Furter ihren Lauf nimmt, steigt das Publikum ohne Rücksicht auf gute Sitten in die Geschichte ein und macht einfach mit.

Schluss-Applaus

Premieren-Cast

Der Erzähler

Schlagfertige Prominenz in der wechselnden Rolle des Erzählers. Auch diese Rolle hat bereits Kultstatus. Ist die Verbindung zwischen Bühne und Saal doch ein ziemlicher Drahtseilakt. Aber einer mit Spaßfaktor. Spontanität und Schlagfertigkeit ist gefragt.

Bei der Premiere in München und bereits seit der Tour 2011/12 mit dabei: Sky du Mont. Erstmals dabei sind bei der Tour 2022 auch Hardy Krüger jun., Rufus Beck, Gregor Gysi, Klaus Eberhartinger und Steffi Buchli als Erzähler bzw. Reiseführer einer schrägen Welt.

Der Fankult um die Rocky Horror Show ist einzigartig.

Keine Vorstellung ohne verkleidete Zuschauer, „Boring“-Zwischenrufe aus dem Publikum oder schützend über die Köpfe gehaltene Zeitungen. Diese spezielle Beziehung des Publikums zum „Phänomen Rocky Horror“ entstand ursprünglich im Kino um die 1975 veröffentlichte Verfilmung The Rocky Horror Picture Show. 

Der Film wurde damals in die kleinen US-Programmkinos „verbannt“ und um Mitternacht gezeigt. Die erste dieser Vorstellungen lief am 1. April 1976 im Waverley Theater in Greenwich Village, New York. Subversive Cineasten trafen sich dort damals regelmäßig, um schräge Low-Budget oder Independent-Filme zu sehen. So auch die Rocky Horror Picture Show. Buhrufe, Strapse, Stilettos und Kostümierung, das Miterleben mit Zeitungen oder Wasserpistolen und die Dialoge zwischen Publikum und Filmfiguren – alles wurde hier erfunden. 
Fankult und Partystimmung verbreiteten sich daraufhin in Programmkinos weltweit. Die Faszination für das „Phänomen Rocky Horror“ erreichte so auch Städte, in denen das Musical mangels Bühne nie aufgeführt werden konnte. Heute ist die Zuschauerbeteiligung auch im Theater längst Normalität. 

Die wichtigsten Mitmach-Rituale der Fans

Eine Hochzeit 
Zu Beginn heiraten Ralph Hapshatt und Betty Munroe. Sie werden uns im Stück nie wieder begegnen, aber Brad und Janet sind bei ihrer Hochzeit zugegen. Beim Verlassen der Kirche wird gejubelt und Reis geworfen! Im Theater bitte Konfetti verwenden. 

Eine Autopanne 
im Gewitter Brad und Janet haben eine Panne und stehen im Regen. Wenn sich 
Janet mit einer Tageszeitung vor den Tropfen schützt, tut es ihr das Publikum gleich. Der Regen wird mit Hilfe mitgebrachter Wasserpistolen simuliert. 

Ein Licht der Hoffnung
Während sich Brad und Janet durch das Gewitter kämpfen, erblicken sie ein Licht in der Ferne – genauer gesagt im Zuschauerraum. Denn das Publikum schwenkt jede Menge Leuchtstäbe: „There’s a light, over at the Frankenstein place!“ 

Auf ins Labor! 
Brad und Janet werden im Labor Zeuge von Frank’n’Furters Schöpfungsrede. Die Erschaffung seines Lustknaben Rocky steht bevor. Wenn Frank seinen Gummihandschuh schnalzen lässt, schlüpfen auch die Hände der Zuschauer in entsprechendes Accessoire. Die Rede verdient anschließend Applaus – mit Ratschen und allem, was zur Verfügung steht. 

Rockys Geburt 
Genug geredet: Frank setzt die Apparaturen in Gang, um Rocky endlich zum Leben zu erwecken. Das Experiment gelingt! Während die Transsylvanier die Kreatur aus ihren Bandagen befreien, lassen die Zuschauer Klopapier-Schlangen quer durch den Saal flattern. 

Zeit für den Abschied 
Brad, Janet, Frank und seine Dienerschaft feiern eine hemmungslose Orgie – bis ihr Riff Raff und Magenta mit Lasern ein Ende setzen. Frank spürt, dass sein Ende naht: „I’m Going Home“. Und die Rocky-Gemeinde verabschiedet sich von Frank mit einem Regen aus Spielkarten: „Cards for Sorrow, Cards for Pain…“

Impressionen vom roten Teppich

Tour 2022 noch bis 3. April in München

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