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Steffi Irmen ist DIE Amme! 

Steffi Irmen ist DIE Amme -  DerKultur.blog


Schon bei der Premiere von „Romeo und Julia – Liebe ist alles“ im Jahr 2023 wurde schnell klar: Die Amme ist der heimliche Star des Abends. Ihre Songs „Hormone“ und „Jung sein“ bekamen tosenden Applaus noch während der Show und wurden vom Publikum gefeiert. Zum Ende der ersten Spielzeit des Musicals bekam die Amme dann ihren Solo-Abend, der großes Interesse beim Publikum fand. Mit der neuen Spielzeit des Stückes, bekommt die Amme nun ihren festen Termin im Spielplan und darf ihre Geschichte immer Freitags auf der Bühne des Theater des Westens erzählen.

Franziska Kuropka und Lukas Nimscheck schrieben der Figur ein eigenes Stück, das die Geschichte von Romeo und Julia aus Sicht der Amme erzählt und auch einen Einblick gibt, wie sie überhaupt ins Hause Capulet kam und wie es nach Julias Tod mit ihr weiter ging.

Aber von vorne: der Vorhang hebt sich und in der Kulisse des Musicals „Romeo und Julia – Liebe ist alles“ sitzen fünf Musikerinnen und Musiker, in der Mitte wurde mit einfachen Mitteln ein Restaurant aufgebaut. Im Scheinwerferlicht erscheint sie, wie ein Popstar beim Konzert, die Amme! Das Publikum ist schon begeistert und begrüßt die Darstellerin mit Jubeln und Applaus. 

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Schnell wird klar, dass sie nun nicht mehr Amme ist, sondern als Kellnerin arbeitet. Ähnlich wie bei „Dinner for One“ bedient sie ihre fürs Publikum nicht sichtbaren Gäste und erschafft mit viel Spielfreude ein gut besuchtes Wirtshaus. So langsam verlassen die Gäste das Lokal, nur einer bleibt sitzen und möchte nicht gehen. Der Herr stellt sich als William vor und möchte ein Buch schreiben.

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Er übergibt ihr einen Karton, indem sie die Haube der Amme wiederfindet. Zunächst streitet sie ab zu wissen, was es damit auf sich hat, fängt dann aber doch an zu erzählen wie sie ins Hause Capulet kam und wie wichtig ihre Rolle für die Geschichte war. 

Mit abgewandelten Top 10-Songs wie „Vincent“, „Ich bin ich“ oder „Wie schön du bist“ führt die Protagonistin durch die Geschichte. Alle Lieder aus der Feder von unter Anderen Peter Plate und Ulf Leo Sommer, ergänzt mit Musik von Nimscheck und Kuropka. 

Es gibt viel zu lachen, es wird gefeiert, gesungen, aber auch mal eine Träne verdrückt, wenn man von den Verlusten in ihrer Vergangenheit erfährt und sie das Publikum auch zum Nachdenken über erste und letzte Momente mit lieben Menschen anregt.  

Zwischen den neuen Songs wie „Rabenschwarze Nacht“, dürfen ihre Hits aus dem R&J Musical natürlich nicht fehlen. Auch hier wurden die Texte etwas angepasst um sie ins neue Stück besser zu integrieren. Ein Highlight ist definitiv die Geburt Julias, die mit dem Ohrwurm „Alles wird gut“ aus dem Musical „Kudamm56“ erwartet wird und mit „Halleluja“ bzw „Hallo Julia“ dann das Licht der Welt erblickt.

Darstellerin Steffi Irmen nutzt mit großer Spielfreude die komplette Bühne des Berliner Theater des Westens und glänzt mit ihrer Stimme und ihrem Spiel in dieser Rolle. Völlig zurecht erhielt sie minutenlangen Applaus und Standing Ovations.

„Die Amme“ ist ein Meisterwerk und ein Must-See, das noch viele Menschen begeistern wird. Die nahezu ausverkauften Vorstellungen finden immer Freitags im Theater des Westens in Berlin statt.

Gute Laune Garantie für Jung und Alt – Wer „Romeo und Julia“ mag, wird „Die Amme“ lieben!
Danke an Tobias Berger für den Beitrag.

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Szenenfotos: sunstroem

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