
Ich heiße Isabel Waltsgott und spiele momentan die Eva in KU’DAMM 59.
Wie bist du zur Musicalbühne gekommen und was hat deine Leidenschaft dafür entfacht?
Ich war früher im Opernkinderchor Leipzig und das hat meine Liebe zum Musiktheater entfacht. Erst wollte ich Opernsängerin werden, dann habe ich mit CATS mein erstes Musical gesehen und mich in das Genre Musical verliebt.
Gab es einen Plan B?
Nicht wirklich. Wahrscheinlich wäre ich trotzdem am Theater gelandet, nur in einem anderen Gewerk.
Hast du ein Ritual oder eine spezielle Routine, die du vor jeder Vorstellung durchführst?
Ja, ich singe mich immer ungefähr eine halbe Stunde ein, und dann gibt es natürlich noch das Schminken und das körperliche Warm up. Es ist immer der gleiche Ablauf.
Wie gehst du mit Lampenfieber oder Aufregung vor einem Auftritt um?
Lampenfieber habe ich zum Glück nicht. Aber Aufregung ist eigentlich immer ein bisschen da, egal, wie oft man eine Show schon gespielt hat. Gegen die Aufregung sag ich mir immer in meinem Kopf: ‚Isa, du hast es doch schon so oft gut hinbekommen, das schaffst du!‘ Selbst bei Premieren hat man im Idealfall alles schon öfter im Ablauf gemacht und gut vorbereitet.

Gibt es eine bestimmte Szene oder einen Moment im Musical, den du besonders liebst und warum?
Natürlich meine Songs als Eva, aber auch total Spaß macht WILLKOMMEN IM ERWACHSENSEIN 2, wenn ich unter der Treppe hocke und mit Schwung im Kreis gefahren werde. Das fühlt sich ein bisschen an, wie Achterbahn, man muss sich auch gut festhalten. 🙂

Welche Botschaft oder welches Gefühl soll das Publikum aus dem Musical „Ku’damm 59“ mitnehmen?
Die Botschaft ist eigentlich ein Plädoyer für Frieden und Demokratie. Wir sitzen alle in einem Boot und müssen einfach miteinander auskommen. Wir müssen wieder mit mehr Akzeptanz aufeinander zugehen, anstatt uns in kleine, extreme Gruppen zu spalten, die alle gegeneinander arbeiten. Und natürlich feiert das Stück auch die Vielfalt und hat eine feministische Botschaft.
Wie gehst du mit Kritik um, sowohl positiver als auch negativer?
Positive Kritik ist natürlich Balsam für die Seele. Aber auch aus negativer Kritik versuche ich mir immer etwas mit zunehmen, um künstlerisch zu wachsen. Kommt natürlich darauf an, von wem es kommt.
Welche anderen Darsteller oder Künstler haben dich in deiner Karriere inspiriert und beeinflusst?
Viele Kolleg*innen inspirieren mich jeden Tag. Spontan fällt mir da Katharine Mehrling ein, sie ist ein Riesen Vorbild für mich.

#privat
Frühaufsteher oder Morgenmuffel?
ich stehe eigentlich nie früher auf als 8 Uhr.
Zu welcher Uhrzeit bist du am kreativsten?
Ich denke so 10-14 Uhr.
Dein „song of my life“
BIRD SET FREE von Sia
Das erste Musical, welches du besucht hast?
CATS
Beschreibe dich in 3 #HASHTAGS
#emotional #zielstrebig #aktiv
Welche Musik hörst du privat?
Indie Pop, Sia/Amy Winehouse, Jazz
Singst du unter der Dusche?
Nein, ich übe im Theater oder im Wohnzimmer mit Musik Box.
Ergänze folgende Sätze:
Social Media ist für mich … eine gute Möglichkeit mit Kolleg*innen up to date zu bleiben.
Mein kleiner Beitrag zum Klimaschutz ist.. Ich fahre so oft es geht mit der Bahn und den Öffies.
Besonders stolz bin ich auf …die tollen beruflichen Erfahrungen, die ich bisher sammeln durfte.
Schwach werde ich bei … großartigen Theaterstücken, die mich berühren und inspirieren.
Gibt es etwas was du so gar nicht kannst? Alles was mit Technik, Mathe oder IT zu tun hat.
Was hast du dir in letzter Zeit gegönnt?
Ich gönne mir sehr regelmäßig Dinge wie: in schöne Restaurants zu gehen und ins Theater (auch gerne alleine)
Welche Frage wird dir selten oder nie gestellt, die du aber gerne hier mal beantworten möchtest?
Was würdest du als erstes machen, wenn du keine Musical Darstellerin wärst: mir die Haare rosa färben.
Wenn du im Alter mal über einen Berufswechsel nachdenken müsstet, welcher wäre der:
Entweder Mischerin (für den Ton) bei Musicals oder Regisseurin.
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