
FrÃŒhaufsteher oder Morgenmuffel?
FrÌher war ich definitiv ein Morgenmuffel und habe super lang geschlafen. Aber je Àlter ich werde, desto mehr möchte ich auch etwas vom Tag haben und stelle mir meist einen Wecker. Mir geht es besser, wenn ich rechtzeitig aus den Federn komme! Dabei achte ich wenn möglich darauf, dass ich noch auf meine acht Stunden Schlaf komme. GlÌcklicherweise lÀsst mein Beruf diesen Luxus zu!
Kaffee oder Tee?
Beides leidenschaftlich gern! Ob jetzt schwarzer Kaffee, Cappuccino, Espresso, klassischer GrÃŒntee, allerlei Yogi Tee Geschmackserlebnisse oder ein vanilliger Chai Latte â da entscheide ich nach Lust und Laune!
Wie sieht die erste Stunde deines Tages aus?
In der ersten Stunde meines Tages bleibt mein Handy aus. Ich gehe in die KÌche und bereite mir meine morgendliche Goldene Milch vor. Die besteht aus Hafermilch, Kurkuma, Ashwaganda, Gerstengras- und Hagebuttenpulver. Etwas Kokosöl und Pfeffer lassen mich die wunderbaren Eigenschaften der Ingredienzen besser aufnehmen und stören den Geschmack nicht. WÀhrend ich die Goldene Milch trinke, lese ich entweder ein wenig in Die Zeit, wo ich Digitalabonnentin bin, schaue aus dem Fenster und gehe meinen Gedanken nach oder gehe sofort alle Dinge durch, die an der Tagesordnung stehen. Eine Runde durch das Badezimmer und die erste Stunde des Tages ist bereits rum!
War SÀngerin schon von klein auf dein Berufswunsch?
Nein, in jungen Jahren wollte ich Schriftstellerin werden. Ich habe schon immer verschiedene Ventile gesucht, um meiner KreativitÀt freien Lauf zu lassen und das Schreiben hat sich sehr frÃŒh als groÃer Teil davon etabliert. Ich wollte meinen Lebensunterhalt mit BÃŒchern verdienen. Ein Gedanke, der mich bis heute nicht losgelassen hat und sich glÃŒcklicherweise mit meinem Beruf vereinen lassen könnte.
Welchen Beruf haben sich deine Eltern fÃŒr dich gewÃŒnscht?
Ich bin bei meiner Mutter aufgewachsen. Sie hat mich und meine Schwester alles ausprobieren lassen, was es an Hobbymöglichkeiten gab. Zeitweise versuchte ich mich auÃerhalb der Schulzeit gleichzeitig in Leichtathletik, Schwimmen, Badminton, Chor, Gymnastik & Tanz, Judo und Klavierspielen â das hieà fÃŒr meine Mutter, dass sie uns tÀglich zu einem anderen Training gefahren hat! DafÃŒr bin ich ihr immer noch unheimlich dankbar, als alleinerziehende und arbeitende Frau war das sicher krÀftezehrend. Aber sie wollte, dass meine Schwester und ich etwas finden, dass uns glÃŒcklich macht und uns die Möglichkeit geben, dieses GlÃŒck zu finden. Insgeheim hat sie sich immer gewÃŒnscht, dass ich beim Plan Schriftstellerin geblieben wÀre, denke ich. Aber mich auf der professionellen BÃŒhne zu sehen, macht sie genauso stolz.
Welche deiner bisherigen Rollen war eine besondere Herausforderung fÃŒr dich und warum?
Jede Rolle bringt eine besondere Herausforderung mit sich. Wenn ich mich fÃŒr eine entscheiden mÃŒsste, wÃŒrde ich die Rolle der Bonnie Parker in Wilhorns âBonnie&Clydeâ wÀhlen. Sie bedeutete viel Recherchearbeit. Ich habe unzÀhlige Dokumentationen und Berichte rausgesucht und zwei SachbÃŒcher gelesen, die das Leben des Gangster Paares nÀher beleuchten. Ich wollte dieser Frau so gerecht wie möglich werden. Hinzu kam, dass es mein erstes Engagement an einem Stadttheater war. Nebenher spielte ich noch Ensuite Sister Act und die doppelte Belastung machte sich nach einigen Wochen langsam bemerkbar. Zur Premiere hatte ich dann eine MandelentzÃŒndung, aber mit der UnterstÃŒtzung des Theater Bielefelds und meiner wunderbaren Kollegen, sind wir an diesem Abend erfolgreich und glÃŒcklich in eine tolle Spielzeit gestartet.
Dein persönliches Lieblingsmusical?
Ich bin kein Mensch von Lieblingsdingen, dafÃŒr gibt es zu viele tolle Dinge auf dieser Welt. So kann ich mich auch nicht entscheiden, welches mein absolutes Lieblingsmusical ist. Aber ich mag Hadestown, Hamilton und FrÃŒhlingserwachen sehr, sehr gern!
Welches Musical möchtest du gern mal in Deutschland auf der BÌhne sehen?
Ich wÌrde unheimlich gern Hadestown, Dear Evan Hansen und FrÌhlingserwachen in deutschen Theatern sehen. Ich glaube, dass diese StÌcke viel in dem offenen, deutschsprachigen Publikum auslösen könnten.
Welche Musik hörst du wenn du unterwegs bist?
Ich bin ein Mensch, der sehr offen fÌr andere Energien ist. Das bezieht sich auch auf musikalische Energien. Wenn ich entspannt bin und Musik lÀuft, die mich aufwÌhlt oder unruhig macht, dann empfinde ich das als absolut unangenehm. Und weil ich mich so leicht von Musik beeinflussen lasse, höre ich Zuhause nicht sehr viel davon. Ich habe aber selbstverstÀndlich einige Playlisten, die gut zu mir passen. Entspannt durch den Tag bringen mich u. A. Julia Michaels, Shawn Mendes, John Mayer, Billie Eilish, Jack Johnson und Alessia Cara. Zum Tanzen bringen mich beispielsweise die frÌhen 2000er oder Lizzo.
Du bist ja nicht gerade unbekannt. Wirst du oft von Fans nach einem Selfie gefragt? Wie gehst du damit um? Gibt es Momente, in denen du auf keinen Fall angesprochen werden willst?
Ich wÃŒrde mich durchaus als recht unbekannt bezeichnen. Wenn man nicht gerade Musicalfan aus ganzem Herzen ist, hat man sicherlich nie von mir gehört. Dementsprechend geschieht es nur selten, dass ich auf der StraÃe angesprochen und nach einem Foto gefragt werde. Das ist bisher und wird in Zukunft nie ein Problem sein! Ich freue mich immer, wenn ich anderen mit etwas so lapidarem wie einem Moment und Foto eine Freude machen kann. Das kostet mich nichts und ich bekomme immer ein Strahlen zurÃŒck. Man darf sich bei mir also immer trauen.
Ich denke, mir muss man nur in ganz offensichtlichen Momenten meine PrivatsphÀre lassen. Wenn ich beispielsweise aus irgendeinem Grund mit jemandem auf offener StraÃe streite oder mein Auto gerade abgeschleppt wird.

Social Media ist fÃŒr dich…
Eine wunderbare Möglichkeit, meiner Community nÀher zu kommen. Ich habe schon so viele spannende GesprÀche mit ihr fÌhren dÌrfen, berÌhrende Geschichten gehört und mutige Schritte teilen dÌrfen. Es bedeutet mir viel, dass wir vor allem im vergangenen Jahr eine sehr persönliche Beziehung aufbauen konnten. Ich versuche anderen etwas von dem mitzugeben, was mich das Leben gelehrt hat. Ich möchte weitergeben, was andere lernen mussten. Ich möchte Zauber, Liebe und Leichtigkeit teilen. Und jeder darf kommen und sich seine Portion abholen.
Mit welchen drei Worten wÃŒrden dich deine Freunde beschreiben?
Habe gerade nachgefragt und die Antwort eines Freundes war:
BegeisterungsfÀhig, Optimistisch, hohes Hangry-Ness Potential
(Es stimmt, wenn ich im falschen Moment Hunger habe, kann es ungemÃŒtlich werden.)
Dein kleiner Beitrag zum Klimaschutz ist…
Ich trenne gewissenhaft MÃŒll und versuche weitestgehend plastikfrei zu leben. Zum GlÃŒck kommen einem die Lebensmittel- und Kosmetikfirmen immer mehr entgegen. In der Stadt bin ich nur zu Fuà oder mit dem Fahrrad unterwegs. Ich fahre kaum noch Bahn, auch wenn es bedeutet, dass ich eine Stunde zu meinem Ziel hinlaufe. Ich mache es zu einem schönen Spaziergang, höre HörbÃŒcher oder hÀnge meinen Gedanken nach. Wenn sich FlÃŒge vermeiden lassen, habe ich begonnen auf diese zu verzichten und steige in die Bahn. Wenn das heiÃt, dass ich dann von Hamburg nach Wien neun Stunden im Zug verbringe, dann nutze ich die Zeit viel zum Arbeiten und ausspannen.
Auf was bist du besonders stolz?
Ich hoffe, es liest sich nicht seltsam, aber ich bin besonders stolz auf mich. Ich habe in den letzten Jahren unheimlich viel Ìber mich gelernt, wer ich bin, wohin ich gehen möchte und was im Leben wirklich wichtig ist. Ich habe mir mein Leben so schwer gemacht und arbeite gerade daran, mich mehr zu lieben und akzeptieren. Es ist eine Achterbahnfahrt und wird nie langweilig. Aber jeder Moment, in dem ich innere Ruhe in dieser turbulenten Welt finde, jede Sekunde, in der mein perfektionistisches Ich nicht zu hart zu mir ist und mir mein Menschsein verzeiht, ist jedes Auf und Ab wert.
Wie entspannst du am liebsten?
Im Kerzenschein, mit einem leckeren GetrÀnk in der Hand, Tapas auf dem Tisch, Freunden und Liebe um mich herum und tollen GesprÀchen.
Am Strand, der Geruch von Sonnencreme in der Nase, das Rauschen des Meeres und das Kreischen der Möwen in den Ohren, die WÀrme der Sonne und das Kitzeln des Sandes auf der Haut.
In den frÌhen Morgenstunden einer von mir noch unerforschten Stadt, in einem authentischen Café, das PlÀtschern der GesprÀche neben mir und die Vorfreude mich in den Alltag der Stadt zu stÌrzen.
Gibt es etwas, was du dir in letzter Zeit gegönnt hast?
Ich habe mir UnproduktivitÀt gegönnt! Als Corona unseren Berufszweig lahmlegte, entstanden super tolle Projekte! Auch ich habe all meine KreativitÀt und mein Können online zur VerfÌgung stellen wollen. Nach einer Weile fand ich mich plötzlich in einem ProduktivitÀtscontest wider, der mich unter Druck setzte und mir den Spaà an meinem Tun nahm. Ich gönne mir also immer wieder Tage, in denen ich nichts erledigen muss. Ich muss dann keinen Content produzieren, keine PlÀne aufstellen, nicht an mir selbst arbeiten. Einfach nur sein und mir Gutes tun.
Womit kann man dich kulinarisch glÃŒcklich machen?
Ich bin ein groÃer Fan des Tapas-Prinzips: Ganz viele kleine Köstlichkeiten in kleinen Portionen und dann quer durchprobieren! Das macht mich einfach glÃŒcklich. Ich liebe sÃŒÃes wie salziges und probiere gern kulinarische Abenteuer aus. Nur rohe Zwiebeln, Rucola, Muscheln und Ananas auf Pizza sind fÃŒr mich persönlich ein No Go!
Was schiebst du immer wieder auf?
Ich habe mittlerweile vier Buchideen, die in meinem Kopf abenteuerliche AusmaÃe nehmen. Irgendwann möchte ich anfangen sie aufzuschreiben. Noch ist nicht der Moment gekommen, aber ich freue mich darauf!
Welche PlÀne hast du fÌr die Zukunft?
Mein Plan fÌr die Zukunft ist weiter an mir als Person und an meinen beruflichen FÀhigkeiten zu arbeiten, immer das Positive zu suchen, mich weniger zu Àrgern und mehr zu wundern und lösungsorientiert durch das Leben zu gehen.
Categories: Allgemein















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